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02.03.2010

Politische Prioritäten 2010

Die Initiative Profisport Deutschland

Die Initiative Profisport Deutschland ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten professionellen Sportveranstalter in Deutschland. Die Gründungsmitglieder sind die vier populärsten deutschen Profiligen:
die Beko Basketball Bundesliga GmbH (Beko BBL),
die DEL Deutsche Eishockey Liga Betriebsgesellschaft mbH (DEL),
die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL)
die TOYOTA Handball-Bundesliga GmbH (TOYOTA HBL).

Die Initiative Profisport Deutschland vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber der Politik.

Professionelle Sportveranstalter erbringen in Deutschland eine große Wirtschaftsleistung mit enormem Wachstumspotential. Wir schaffen Arbeitsplätze auch in strukturell schwächeren Gebieten, so arbeiten über 42.000 Menschen für oder im Auftrag der Mitglieder der Initiative Profisport Deutschland und deren Clubs. Wir zahlen in erheblichem Umfang Steuern und Abgaben, im letzten Jahr über 740 Millionen Euro. Auch finanzieren wir die Nachwuchsförderung sowie den Jugend- und Amateurbereich unserer Sportarten mit über 90 Millionen Euro pro Jahr. Nicht zuletzt bieten wir Woche für Woche Millionen von Fans und Zuschauern Spitzensport, Unterhaltung, Spannung und Leidenschaft. In Deutschland sind fast 50 Millionen Bundesbürger Fans unserer Sportarten, und jedes Jahr strömen rund 23 Millionen Besucher in unsere Stadien und Arenen.

Die Initiative Profisport Deutschland wurde gegründet, um den Anliegen und Interessen der professionellen Sportveranstalter in Deutschland eine gemeinsame Stimme zu geben. In Berlin, Brüssel und den Hauptstädten der Länder wollen wir diesen Anliegen Gehör verschaffen - um das Fundament des deutschen Profisports auch in Zukunft zu sichern.

Nur wenn die wirtschaftlichen Grundlagen unseres Handelns erhalten bleiben, wird es auch in Zukunft möglich sein, starke Spieler für die Nationalmannschaften auszubilden und bereitzustellen, die Jugend- und Nachwuchsarbeit engagiert zu betreiben und zu finanzieren und unserer sozialen Verantwortung bei der Finanzierung des Amateursports nachzukommen.

So erreichen Sie uns
Initiative Profisport Deutschland
Hauptstadtbüro des Deutschen Sports
Behrenstrasse 24
D - 10117 Berlin

Tel +49 30200 7579-25
Fax +49 30200 7579-19

Web www.profisport-deutschland.de
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Zentralvermarktung der Medienrechte

Liga-Organisationen sind Mitveranstalter der sportlichen Wettbewerbe. Die zentrale Vermarktung stellt daher keinen Kartellverstoß dar. Die Profiligen setzen sich für sichere kartellrechtliche Rahmenbedingungen bei der Vermarktung ein.

Der deutsche Profisport kommt fast vollständig ohne öffentliche Finanzzuschüsse aus. Dies ist möglich, solange er selbstständig seine eigenen Finanzierungsquellen erschließen und den Sport in eigener Verantwortung weiter entwickeln darf. Bei der Vermarktung des Profisports kommt es immer wieder zu Konflikten mit der Praxis der Kartellbehörden. Dies führt zu rechtlichen Unwägbarkeiten und gravierenden Nachteilen - insbesondere für den deutschen Profisport im europäischen Vergleich. Die Initiative Profisport Deutschland bittet die Mitglieder des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung, sich für eine sachgerechte und einheitliche Auslegung des europäischen Wettbewerbsrechts einzusetzen und sich insbesondere auf europäischer Ebene für das Solidarmodell der Zentralvermarktung von Medienrechten einzusetzen.
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Ein Leistungsschutzrecht für den Profisport

Die Bundesregierung plant eine Gesetzgebung zur Schaffung eines Leistungsschutzrechtes, insbesondere für Verlage. Die Initiative Profisport fordert, ein entsprechendes Leistungsschutzrecht auch zum Schutz sportlicher Darbietungen zu erlassen, um das Ausnutzen dieser Darbietung und der von Ligen und Clubs erbrachten Leistungen durch Dritte und somit die Abschöpfung des Profisports und z.B. auch die Gefährdung der Integrität des sportlichen Wettbewerbes durch Wettanbieter zu unterbinden.
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Für eine Neuordnung des Wettmarktes

Die bestehende Monopol-Struktur im Bereich Sportwetten hat in mehrfacher Hinsicht versagt. Sowohl der Sport als auch Wettanbieter, ehrliche Wettkunden und das Ziel der Suchtvorbeugung wurden zu Verlierern des Systems. Durch unsinnige Werbeverbote gehen dem Profi- und Amateursport jährlich Einnahmen in Millionenhöhe verloren, die mangelnde Partizipation an den Einnahmen privater Wettanbieter und die rasant schrumpfenden Umsätze des Monopols schwächen zudem die finanzielle Basis des Amateur- und Breitensports. Die Suchtvorbeugung wird zudem durch die nicht zu kontrollierenden so genannten illegalen Wettanbieter konterkariert. Der deutsche Profisport setzt sich daher für eine vollständige Neuordnung des Wettmarkts ein, die auf Basis einer kontrollierten Öffnung und Lizenzierung für private Wettanbieter die Einnahmen für Amateur-, Breiten- und Profisport sichert und die Chancen auf eine effizientere Überwachung im Kampf gegen Wettmanipulation erheblich bessert.
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Kampf gegen Digitale- und Markenpiraterie

Wie kaum eine andere Branche ist der deutsche Profisport den Machenschaften organisierter Marken- und Produkt- sowie digitaler Piraterie ausgesetzt. Die Einnahmen des deutschen Profisports sind auf verschiedene Säulen verteilt. Die Vermarktung der Medienrechte einerseits und Merchandising von Trikots, Schuhen, Bällen und ähnlichem andererseits sind für unsere wirtschaftliche und sportliche Leistungsfähigkeit entscheidend. Im Bereich digitaler Piraterie sind die rechtlichen Grundlagen zum Schutz unserer Produkte nicht ausreichend, im Kampf gegen Markenpiraterie benötigen wir mehr staatliche Unterstützung bei der Durchsetzung bestehender Regeln.
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Für gerechte steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen für den Profisport

Die Mitglieder der Initiative Profisport Deutschland und ihre Clubs stehen auch international in einem sportlichen und zum Teil wirtschaftlichen Wettbewerb zueinander. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit entscheidet zu einem erheblichen Teil darüber, welche sportlichen Ressourcen den einzelnen Teams zur Verfügung gestellt werden können. Im internationalen Vergleich ist der deutsche Profisport bezüglich steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Rahmenbedingungen häufig schlechter gestellt als vergleichbare Organisationen europäischer Nachbarstaaten. Auch national findet der Profisport Regelungsstrukturen vor, der die Besonderheiten des sportlichen Wettbewerbs im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren nur unzureichend berücksichtigt.
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